Häufig gestellte Fragen zum Thema Pflegegrad
Unser Pflegedienst steht Ihnen beratend zur Seite und beantwortet Ihre Fragen.
Um Leistungen der Pflegeversicherung zu erhalten, müssen Sie einen Antrag auf einen Pflegegrad bei der zuständigen Pflegekasse stellen.
Da die unterschiedlichen Pflegegrade sowie die gesetzlichen Regelungen oft zu Unsicherheiten bei Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen führen, haben wir die häufigsten Fragen, die uns in diesem Zusammenhang gestellt werden, für Sie zusammengestellt:
Wo und wie beantrage ich einen Pflegegrad?
Den Antrag auf einen Pflegegrad können Sie formlos schriftlich oder per Fax bei der zuständigen Pflegekasse einreichen. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Pflegegrad-Antrag.
Ab welchem Pflegegrad besteht Anspruch auf Verhinderungspflege?
Einen Zuschuss für die Verhinderungspflege erhalten Personen mit einem Pflegegrad 2 bis 5. Für die Verhinderungspflege zahlt die Pflegekasse für maximal sechs Wochen pro Jahr höchstens 1.612 €.
Wann gibt es welchen Pflegegrad?
- Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigungen.
- Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigungen.
- Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigungen.
- Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigungen.
- Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigungen mit speziellen Anforderungen an die Pflege.
Wer bekommt Pflegegrad 5?
Der höchste Pflegegrad 5 sieht den maximalen Leistungsumfang vor. Dieser wird Personen erteilt, die in ihrer Selbstständigkeit so stark eingeschränkt sind, dass sie einen sehr hohen Pflegebedarf haben. Dazu zählen intensivpflegebedürftige, mehrfach erkrankte, hochbetagte Menschen sowie Menschen mit Behinderungen, die auf ständige Unterstützung angewiesen sind. Wurde zuvor hauptsächlich Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen eine Pflegestufe zuerkannt, kann ein Pflegegrad jetzt auch bei psychischen Beeinträchtigungen, wie etwa bei Demenz und psychischen Erkrankungen, zugesprochen werden.
Was wird bei einem Pflegegrad-Gutachten gefragt?
Der Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) überprüft Ihre Selbstständigkeit in den Bereichen Mobilität, Selbstversorgung, kommunikative und kognitive Fähigkeiten, Verhalten und psychische Problemanlagen, Alltagsgestaltung und soziale Kontakte sowie Bewältigung krankheits- und therapiebedingter Anforderungen.
Welchen Pflegegrad gibt es bei Demenz, Parkinson und COPD?
Die Höhe des Pflegegrads bei Parkinson, Demenz und COPD hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Je größer die Beeinträchtigung ist, desto höher fällt der Pflegegrad aus.
Wie lange dauert die Bearbeitung des Pflegeantrags?
In der Regel erhalten Sie kurze Zeit nach der Begutachtung durch den MDK einen Bescheid von der Pflegekasse.
Warum wurden die Pflegestufen durch Pflegegrade getauscht?
Durch die neue Bezeichnung wurden bestehende Pflegeleistungen optimal an die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen angepasst.
Was kann ich tun, wenn der Pflegegrad abgelehnt wird?
Bei einem negativen Bescheid können Sie innerhalb von vier Wochen Widerspruch bei der Pflegekasse einlegen. Sollten Sie auch mit dem zweiten Bescheid nicht einverstanden sein, haben Sie die Möglichkeit, vor dem Sozialgericht zu klagen.
Wie kann mir der Verbund Pflegehilfe weiterhelfen?
Der Verbund Pflegehilfe bietet Unterstützung bei der selbstbestimmten Gestaltung des Lebens. Er informiert Sie ausführlich zu Themen der Pflege, wie zum Beispiel der 24-Stunden-Pflege, Zuschüssen für barrierefreie Umbaumaßnahmen oder Zuschüssen für Pflegehilfsmittel.